Berner Mandelbärli

Wenn ein Bär Geschichte schreibt

1742

Wenn ein Bär Geschichte schreibt

Berner Sechzehnpfennig von 1742 (Foto: Berner Mandelbärli AG)

Bern und seine Bären – eine Liebe, die seit Jahrhunderten wächst. Sie stehen für Stärke, Schutz und Berner Stolz. Und sie inspirieren bis heute zu neuen Ideen. Das Berner Mandelbärli trägt diese Verbundenheit weiter – als süsser Botschafter einer Stadt, die lieber geniesst, als sich zu beeilen.

Bild: Berner Sechzehnpfennig von 1742 (Foto: Berner Mandelbärli AG)

Als Napoleons Truppen Bern besetzen, nehmen sie nicht nur den Staatsschatz mit, sondern auch die Bären. So beginnt – etwas unfreiwillig – die erste Exportgeschichte der Berner Bären. Zum Glück kehren sie zurück. Und mit ihnen ein Stück Identität, das Bern bis heute prägt: Der Bär gehört zu Bern – und Bern gehört zum Bären.

Bild: Raub des Berner Staatsschatzes (Quelle: KI generiert)

1798

Berner Bären werden entführt

Raub des Berner Staatsschatzes (Quelle: KI generiert)

1864

Der Anfang der Bäckerei Glatz

Gottlieb Glatz, geb 1838, (Foto Familienchronik)

Als sich Gottlieb Glatz in Bern selbstständig macht, beginnt die Geschichte der Bäckerei Glatz. Knapp 30 Jahre später übernimmt er die Kaffeehalle in der Länggasse an der Mittelstrasse 8 – und legt damit den Grundstein für ein Familienunternehmen. Seit über 160 Jahren pflegt die Familie Berner Backtradition und wird heute in fünfter Generation geführt.

150 Jahre Familiengeschichte

Bild: Gottlieb Glatz, geb 1838, (Foto Familienchronik)

Ende des 19. Jahrhunderts gründet der Hotelpionier Cäsar Ritz die Berneralpen Milchgesellschaft. Haltbare Kondensmilch mit dem Berner Bären auf der Dose reist schon bald um die Welt. Die «Bärenmarke» zählt zu den ersten Schweizer Markenprodukten – und findet ihren Weg von den Berner Alpen bis in die Grandhotels Europas.

Bild: Cäsar Ritz, König der Hoteliers (Foto Caesar Ritz Stiftung, info@caesarritz-stiftung.ch)

1892

Von Milch, Mut und grossen Ideen

Cäsar Ritz, König der Hoteliers (Foto Caesar Ritz Stiftung, info@caesarritz-stiftung.ch)

1920

Von Bern in die Welt

Toblerone-Verpackung mit Bär (Darstellung: 500gr Toblerone Verpackung 1984)

Ob auf der Verpackung von Toblerone-Schokolade, Ramseier-Most oder Stalden-Crème, aus Bern hinaus wachsen Marken, die weit über die Schweiz hinausstrahlen – und der Bär bleibt ihr treuer Begleiter. 1990 wird Toblerone an die Firma Mondelez International verkauft. Die Berner Export Bären sind vom Aussterben bedroht.

Bild: Toblerone-Verpackung mit Bär (Darstellung: 500gr Toblerone Verpackung 1984)

Zum 125-jährigen Jubiläum der Bäckerei Glatz, wird eine Mandel-Bisquitmasse in eine alte Schokoladenform des Dresdner Formenmachers Anton Reiche gegossen. Darin backt das erste Mandelbärli: goldbraun, duftend und unverwechselbar bernisch. Aus einer langen Backtradition wird ein kulinarischer Wahrzeichen Berns geboren.

Bild: Berner Mandelbärliformen alt und neu (Foto: Berner Mandelbärli AG)

1989

Geburt des Mandelbärli

Berner Mandelbärliformen alt und neu (Foto: Berner Mandelbärli AG)

1997

Das Mandelbärli wird Botschafter

Berner Mandelbärli Plakat von Claude Kuhn 1997 (Grafik: Claude Kuhn)

Das Mandelbärli erobert Bern im Sturm: Mit seinen Plakaten macht der Berner Künstler Claude Kuhn den kleinen Bären zur Kunstfigur, die ganz Bern verzaubert. Seither steht das Mandelbärli für alles, was Bern ausmacht: Charakter, Herzlichkeit – und ein vergnügtes Augenzwinkern.

Bild: Berner Mandelbärli Plakat von Claude Kuhn 1997 (Grafik: Claude Kuhn)

Auf Anregung des legendären Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät entsteht der Mutz – das grösste Mandelbärli der Welt. Ein kräftiger, goldbrauner Bär, gebacken mit derselben Sorgfalt wie seine kleinen Geschwister – und mit einer guten Portion Berner Lebensfreude. Schon bald wird der Mutz zum neuen Aushängeschild der Bärenfamilie.

Bild: Mutz Plakat (Grafik: B.Abegglen/H.Saxer)

2015

Mutz der Grösste

Mutz Plakat (Grafik: B.Abegglen/H.Saxer)

2018

Die Kleinsten schlüpfen

Mini-Bärli in Bonbonniere (Foto: Berner Mandelbärli AG)

Drei Jahre nach dem Mutz schlüpfen die Mini-Mandelbärli aus dem Ofen – leicht, luftig, unwiderstehlich. Die Minis passen in jede Hand und jeden Moment und werden rasch zu einem kleinen Stück Bern, das man gern weitergibt – oder ganz für sich behält.

Bild: Mini-Bärli in Bonbonniere (Foto: Berner Mandelbärli AG)

Heute zählt die Mandelbärli-Familie mehr als 20 Sorten. Ob klassisch, fruchtig oder schokoladig – jedes Bärli hat seinen ganz eigenen Charakter. Der kleine Bär reist inzwischen in die Welt hinaus – und bleibt doch, was er immer war: ein Stück Bern zum Geniessen.

Bild: 21 Aromen – die Mandelbärli-Familie wächst (Grafik S.Kerner)

2026

Ein Bär für jeden Geschmack

21 Aromen – die Mandelbärli-Familie wächst (Grafik S.Kerner)